Die gute Nachricht zuerst: Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt die Landesgartenschau in Bad Dürrenberg zusätzlich mit einer Million Euro. Gleichzeitig hat die Landesregierung beschlossen, die 5. sachsen-anhaltische Landesgartenschau in Bad Dürrenberg auf das Jahr 2023 zu verschieben. Die Landesgartenschau wird damit ein Jahr später stattfinden. Die Verschiebung ist bitter, aber geboten.

Begründet wurde die Entscheidung mit der Corona-Pandemie, die für eine Verzögerung der Maßnahmen gesorgt hat, weil der Kampfmittelräumdienst zunächst nicht ausrücken konnte. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Corona-Pandemie nicht allein ausschlaggebend für diese Entscheidung war. Vielmehr kommen mehrere Gründe zusammen, die eine Verschiebung nahezu unumgänglich machen. Zu nennen wären hier u. a. Projektmehrkosten, der plötzliche Tod des Geschäftsführers, fehlende Bescheide und ausbleibende Unterstützung durch das Technische Polizeiamt Sachsen-Anhalt.

Für die Mehrkosten steht beispielhaft die Sanierung der Trockenmauern im Saalehang, die ursprünglich lediglich ausgebessert werden sollten. Ein Baugrundgutachten sagt aus, dass die Mauern nicht mehr standsicher sind. Eine grundhafte Erneuerung kostet zwei Millionen Euro. Der gesamte Bereich müsste sonst – nicht nur für die Landesgartenschau – sondern dauerhaft gesperrt werden.

Die Stadt Bad Dürrenberg hat nicht wenige solcher Probleme zu lösen – auch ohne Landesgartenschau! Die Landesgartenschau ist insofern nicht das Problem sondern die Lösung, die notwendige Fördermittel bringt, um teils jahrzehntelang zurückliegenden Sanierungsstau zu beheben.

Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau wird der grundhafte Ausbau des Soleweges (einschließlich Parkplatz), der Kurhausstraße, der Promenade, der Bahnhofstraße, der Vorderschanze, des Saaleradwanderweges, der Lutherstraße, des Salineweges, der Friedhofsgasse und der Gehwege in der Hauptstraße verfolgt. Nicht zu vergessen sind die Maßnahmen zum Erhalt des Gradierwerkes. Davon werden Bürger und Gäste von Bad Dürrenberg noch lange nach der Landesgartenschau profitieren.

Wir dürfen deshalb nicht allein auf das Jahr der Landesgartenschau vorausblicken. Wir dürfen das große Ganze nicht aus dem Blick verlieren. Dem Kurpark, der nach dem historischen Vorbild saniert wird, soll behutsam Neues hinzugefügt werden. Dazu gehört u. a. eine Bewässerungsanlage, die für eine Bewirtschaftung des Parkes angesichts der häufigeren Trockenperioden unerlässlich sein wird. Der Kurpark soll fitgemacht werden für die Zukunft. Er soll attraktiver und wieder ein Ort für Jung und Alt werden.

Wenn Bad Dürrenberg insgesamt attraktiver werden soll, so bleiben vorübergehende Beeinträchtigungen und Einschränkungen nicht aus. Verständlich ist ebenso die Enttäuschung über die Verschiebung um ein Jahr, die wegen des Zeitverzugs nicht automatisch zwölf Monate mehr Zeit bedeutet. Es nützt jedoch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und in Depression zu verfallen. Das bringt die Stadt Bad Dürrenberg nicht weiter. Die oben erwähnten Ziele sind mit Nachdruck voranzutreiben!

Christoph Schulze
-Bürgermeister-

 

Auch wir als Förderverein machen weiter und lassen uns durch die Verschiebung die Vorfreude auf die Gartenschau nicht nehmen. Wir haben nun ein Jahr mehr Zeit, um unsere Projekte umzusetzen und Bad Dürrenberg zu gestalten.

Pressemitteilung der Landesregierung

MZ Artikel - Verschiebung auf 2023

MZ Artikel - Interview Bürgermeister Schulze und Geschäftsführer Steinland

 

 

Eröffnung der Laga in:

Veranstaltungen

21 Sep 2020
18:00 Uhr -
Sitzung des Landesgartenschauausschusses
19 Okt 2020
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Sitzung des Landesgartenschauausschusses
16 Nov 2020
18:00 Uhr -
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